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ORTEN:GROHNER DÜNE:VEGESACK |
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Geschrieben von Jens Carstensen
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Friday, 23. September 2005 |
Orten ist ein Verfahren mittels Schall (s-)einen Standpunkt zu bestimmen.
Eine Installation von Jens P. Carstensen Eröffnung:20. März 18 Uhr Dauer: So. 20.03.2005 – So. 24.04.2005 Ort: Kito – Bremen Vegesack, Stiftung Overbeck
Anlass dieser Ausstellung ist die Auseinadersetzung mit einem Quartier in einem sozialen Brennpunkt - die Grohner Düne. Für 1 Jahr wird eine Wohnung im 13. Stock zum Ausgangs-Ort künstlerischer Erkundungen. Durch die Lage an der Weser verstärkt dieser archetektonische Hochhauskomplex vorallem termo-dynamische Umweltprozesse. Der Wind spielt eine entscheidende Rolle. Kamineffekte lassen ihn durch die Treppenhäuser sausen. Im Hof "zieht" es ohne Unterlass. Fensterdichtungen singen bei starkem Wind durch undichte Gummidichtungen. Die natürlichen Klänge vor Ort werden ergänzt durch ein Ensemble aus Windmusikinstrumenten, die in diesen Komplex installiert wurden. Die Aufzeichnungen der Klänge werden am Computer für eine interaktive Installation in einem wohnfeldnahen Kunstort umgearbeitet. Die Strategie:
Der Ort:
Klanglicher Raum: - vorgefundene Klänge (Analyse; Ausschnitte aus dem akustischen Feld) - Besonderheiten der Architektur - Besonderheiten der Lautwelt
Sozialer Raum: - Schnittstelle zwischen öffentlichem und privatem Raum
Persönlicher Raum
- Innerhalb der menschlichen Sinneswahrnehmung organisiert das Ohr in seiner ursprünglichsten, im Menschen am tiefsten verankerten Aufgabe quasi eine akustische Kontroll - und Überwachungsfunktion. Der persönliche Raum dient als Rückzugsraum aus der Öffentlichkeit. Ein Nest. Vertraute Klänge werden zu einer „ungehörten“ Klangfolie, neue Klänge erregen die Aufmerksamkeit (Wachen). - Organisation des eigenen persönlichen Klangraumes
Das Verfahren:
- Persönliche mitgebrachte Klänge, in diesem Fall erzeugt durch Windmusikinstrumente (Apperate, durch den Windzug gespielt, z.B Windharfe)
- gespeicherte Klänge (Samples) der Lautwelt „Grohner Düne“ - Organisation der Klänge unter Berücksichtigung der Beziehungen Hintergrund/ Vordergrund, Folie/Ereignis; in der Installation übernehmen die mitgebrachten Klänge den Hintergrund, und die Hintergrundklänge der Grohner Düne gestalten das Ereignis.
- Klanginstallation, die den Besucher des Aufführgsortes einbindet in die klangliche Gestaltwerdung, in diesem Fall über seine Bewegung im Raum.
- Realisation mit Hilfe von Sensoren (Infrarot), deren Verhalten nach Erkennungsmustern (Filter) zur Steuerung von Klang eingesetzt wird. Im herkömmlichen Leben werden Sie als Bewegungsmelder im Bereich der Überwachung eingesetzt. (Analog zur persönlichen territorialen Überwachung durch das Ohr)
Technische Realisation, Hard-Software Entwicklung: Werner Neff Installation, Aufbau: Kai Zeller Windmusikinstrumente: Robert Valkenburgh Mit Unterstützung von ABACUS Electronics Nordenham, (Lautsprecher, Verstärker)
Veröffentlichungen: CD: 2 Wege (Q-tip-Musik 2005-01)
Links:
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