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Geschrieben von Jens Carstensen
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Friday, 23. September 2005 |
Wassergeräusche, Motorengetucker, Stimmen und Klänge der Stadt und des Hafens sind das Material, aus dem der Stadtgesang Bremerhaven komponiert wird. Aufführungsorte: eine Fisch-auktionshalle, Aalreusen am Weserdeich, Plätze und Wohnquatiere, die Wellenkammer am Containerterminal Bremerhaven und weitere spezielle und charakteristische Orte der Stadtgeschichte.
Vier Tage lang lagen an diversen Plätzen Bremerhavens dutzende von Kassettenrekordern, definierten diese Plätze zu klingenden Skulpturen um. "Stadtgesang" transportierte Klänge eines Stadtviertels in ein anderes, zeichnete Klänge in einem Raum auf, um sie an einem anderen Ort wieder zu geben. "Näherungen an eine Stadt, durch die alles hindurchfließt und selten etwas bleibt." So lässt sich diese Projekt umschreiben.
Jan Peter E.R.Sonntag und Ottmar Hörl waren zusammen mit Jens Carstensen die Protagonisten dieser künstlerischen Aktion im Mai 1994. Ausgehend von einem mobilen Studio und Aktionsplanungsbüro im Kunstverein Bremerhaven wurde der Dialog mit dem [KLANG] Organismus Bremerhaven aufgenommen. Hier wurden die gesammelten Klänge geschnitten und montiert und für ihre Aussetzung im Stadtraum recycelt. Für die räumliche Plastizität bei den Präsentationen sorgten rund 50 Kassettenrekorder, mit denen die Klangfelder im Stadtraum realisiert wurden.
Stadtgesang Bremerhaven 25.-29. Mai 1994
Ein Projekt von Unerhört - Verein für Neue Musik |